Sperrungen

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Sperrungen sind eine von zwei Möglichkeiten, um Ware für Kund:innen zurückzulegen. Sie helfen Dir dabei, im Alltag unkompliziert sicherzustellen, dass bestimmte Artikel nicht überbucht werden können. Diese Seite zeigt Dir, wie Du Sperrungen effektiv einsetzen kannst, um Deinen Lagerbestand realistisch abzubilden und bereits verplante Ware korrekt zu verwalten.

Weitere Informationen zur zweiten Möglichkeit – den Reservierungen – findest Du im Artikel Reservierungen.


Definition einer Sperrung

Eine Sperrung ist ein kurzfristiger Vermerk im System, mit dem Du Bestände für einen konkreten Auftrag blockierst. Sobald ein Artikel in einem Auftrag hinzugefügt wird, wird die entsprechende Menge als gesperrt markiert. Erst mit dem Erstellen der dazugehörigen Rechnung wird diese Menge dann aus dem freien Bestand abgebucht.

Sperrungen sind besonders nützlich, wenn Du beispielsweise eine Ladeliste planst, die Lieferung aber erst später erfolgt und somit auch erst später fakturiert wird. So kannst Du sicherstellen, dass der Artikel für diesen Auftrag verfügbar bleibt, ohne den Bestand schon vorzeitig zu reduzieren.

Zusammengefasst:

  • Sperrungen entstehen automatisch durch Artikel in einem Auftrag.
  • Sie blockieren Bestände kurzfristig bis zur Rechnungsstellung.
  • Der Lagerbestand bleibt dabei unverändert – nur der freie Bestand wird reduziert.

Sperrung VS Reservierung

Reservierungen kann man über mehrere Aufträge / Rechnungen hinweg aufgebrauchen. Eine Sperrung löst sich auf, sobald der Auftrag der die Sperrung auflöst abgerechnet wird, oder als erledigt markiert wird, oder das Sperrverhalten des Auftrag manuell geändert wird.

Anlegen einer Sperrung

Um eine Sperrung anzulegen, erfasst Du einen Auftrag und stellst im Reiter Einstellung das Sperrverhalten für diesen Auftrag ein. Im Normalfall verwendet der Auftrag das Sperrverhalten, dass Du im Systemstandard festgelegt hast. Soll ein Auftrag automatisch alle Positionen im Auftrag sperren, gehst Du unter System - Einstellungen - Aufträge und stellst dort unter "automatische Sperrung von Auftragsposition", "Freier Bestand wird schon beim Einfügen eines Artikels in einen Auftrag vermindert." ein. Mit dieser Einstellung veränderst Du den Systemstandard zu Sperrungen.

Zusätzlich kannst Du in der Kundenmaske festlegen, dass sich Aufträge für diesen Kunden abweichend von Deinem Systemstandard verhalten sollen. Arbeitest Du z.B. mit WirWinzer zusammen, bei dem Du erst am Monatsende eine Rechnung schreiben darfst, bietet sich an, dass Aufträge für diesen Kunden immer bis zur Rechnungserstellung gesperrt bleiben - auch wenn Du im Systemstandard eigentlich ohne Sperrungen arbeitest.

In jedem Auftrag kannst Du das Sperrverhalten auch nochmals gesondert bearbeiten.

Früher war es möglich einen Bestand über einen Lieferschein / eine Aufträgsbestätigung zu Sperren. Das gibt es nun so nicht mehr. Setze den Haken "Bestand sperren" bei einem Beleg wird "nur" noch das Sperrverhalten des Auftrags verändert.

Löschen einer Sperrung

Sperrungen kannst Du nicht im eigentlichen Sinn löschen. Eine Sperrung verschwindet aber, wenn Du:

  1. Eine Position aus einem Auftrag löschst, der bisher den Bestand gesperrt hat.
  2. Du den gesamten Auftrag löschst, der bisher einen Bestand gesperrt hat.
  3. Du das Sperrverhalten des Auftrags umstellst, auf "Bestände nie sperren"
  4. Du eine Rechnung für einen Auftrag erstellst, der bisher Bestände gesperrt hat.
  5. Du einen Auftrag als erledigt markierst, der bisher Bestände gesperrt hat.

Bestandsanzeige

Je Artikel und Lager wird der Gesperrte Bestand in den Bestandslisten ausgegeben. Anders als Reservierungen und Bestände haben Sperrungen aber keine Historie. Dh. Wenn Du Dir eine Bestandsliste von gestern anschaust, werden die Sperrungen alle mit 0 angegeben. Die Bestandsliste von heute und von Daten in der Zukunft werden die Sperrungen mit ausgegeben und eingerechnet.